Dienstag, 27 Juni 2017

Der holprige Weg des Aufstiegs - 11.05.2015

oder warum ist es immer so schwer?
 
Gott zum Gruße.
Der holprige Weg des Aufstiegs, oder warum ist es immer so schwer? Oder.. Kann es nicht ein bisschen einfacher gehen? Das sind so die Fragen, die ihr geliebten Menschen als „Stoßgebet“ immer wieder in unserer Sphären schickt und die euch so als Stoßseufzer aus dem tiefsten Inneren verlassen.
Was ist denn so schwer? Oder anders herum gefragt.. warum erscheint es euch so schwer? Ob etwas schwierig oder leicht ist, hängt davon ab, wie gut ihr es beherrscht. Wie gut ihr als Menschen etwas beherrscht hängt davon ab, wie gut ihr es geübt habt. Nichts wird euch bei der Inkarnation mit in die Wiege gelegt. Alles was ihr als Menschen vollbringt, leistet, erschafft, bedarf einer gewissen Übung, bis dieser Prozess des Erschaffens, des Kreierens, des Manifestierens so gelingt, wie ihr es euch gewünscht habt.
Erinnert euch an eure ersten Versuche Fahrrad zu fahren. Erinnert ihr euch an euren ersten Versuche, ein Brot selber zu schmieren, mit einem Löffel Suppe zu essen, oder auch nur so ganz banale Dinge, wie als kleines Kind zu bemerken: „Jetzt ist es Zeit, aufs Töpfchen zu gehen“. All diese Dinge habt ihr euch vorgenommen und dann gelernt. Ihr habt sie geübt. Und IHR als damals kleines Kind hattet noch keine Erwartungshaltung, bis wann das jetzt funktionieren muss. Es gab keine Vorschriften, wie viel Tage ihr braucht, um Fahrrad zu fahren. Es gab keine Messlatte, wie lange ihr braucht, um rechtzeitig das „Töpfchen“ zu erreichen. Es gab vielleicht den ein oder anderen Elternteil, der ein bisschen gedrängelt hat, aber ihr für euch habt euch nicht selber unter Druck gesetzt.
Der Weg des Aufstiegs ist nichts anderes wie diese Lernprozesse. Ihr lernt bestimmte Dinge zu handhaben. Ihr lernt, bestimmte Emotionen zu regulieren, zu beherrschen, wie zum Beispiel Wut, Zorn. Ihr lernt, damit umzugehen, wenn der Nachbar in der Straßenbahn euch einen „bösen Blick“ zuwirft. Ihr übt die Kommunikation untereinander. Ihr übt den Umgang mit euren körperlichen Reizen – die Frauen auf Grund ihrer Figur, ihres Augenaufschlags, ihrer Kochkünste, oder welche Vorzüge auch immer sie ins Feld führen wollen, die Männer mit ihren Muskeln, ihrem Auto, ihrem Geldbeutel, oder was auch immer sie für richtig halten. Ihr lernt, damit umzugehen, welcher Reiz funktioniert, welcher nicht. Mit welchem Vorgehen erreiche ich das Ziel, das ich erreichen möchte, mit welchem nicht. Ihr übt den Umgang untereinander als Paar, als Mutter/ Tochter, Vater/ Sohn, Vater/ Tochter, Schwiegersohn und Schwiegermutter. Ihr lernt den Umgang innerhalb einer Familie miteinander, unter Geschwistern, mit Freunden, in der Gemeinschaft. All diese Prozesse sind nichts anderes als Lernschritte.
 
Aber jetzt habt ihr irgendwann erkannt, dass ihr euch auf einem spirituellen Weg befindet. Ihr habt irgendwann erkannt, dass der Weg des Aufstiegs bedeutet, meine Frequenz erhöht sich und ich kann dann Dinge, die ich vorher nicht konnte. Ihr könnt plötzlich Aura sehen, ihr könnt mit den Händen heilen, ihr könnt Karten legen und das Bild deuten. Ihr könnt alle möglichen Dinge. Ihr könnt die Sterne lesen, ihr könnt Runen lesen, ihr könnt euch mit Bäumen unterhalten, ihr könnt euch mit Hunden, Katzen, Pferden auseinander setzen und kommunizieren. Alle möglichen Dinge könnt ihr. Und ihr setzt euch jetzt auf einmal unter Druck. Auf einmal fängt bei euch eine Maschinerie im Kopf an: „Das muss ich aber jetzt ganz schnell können.“ Was ist denn der Grund dafür? Eitelkeit? Einer der Gründe dafür ist Eitelkeit. Aber ein ganz wesentlicher anderer Grund ist, dass ihr nicht verstanden habt, dass dieser Weg des Aufstiegs ein unendlich langer Weg ist.
 
Der Weg des Aufstiegs ist mindestens genauso lang wie wenn ihr in Hamburg zu Fuß los geht und euch vorgenommen habt, irgendwann die Spitze des Mount Everest zu erreichen – zu Fuß!
Überlegt euch einmal, wie viele Hindernisse auf diesem Fußmarsch euch begegnen. Ihr kommt an große Gewässer, die ihr in irgendeiner Form überqueren müsst. Ihr müsst euch ein Boot bauen oder einen Holzstamm nehmen oder eine Brücke suchen oder üben, so lange zu schwimmen, oder wenn ihr durchwaten wollt und der Kopf unter Wasser geht, üben so lange die Luft anzuhalten, oder oder
oder oder… Ihr müsst euch Möglichkeiten überlegen, dieses Hindernis auf eurem Weg zur Bergspitze Mount Everest zu überwinden. Und ihr übt unterschiedliche Möglichkeiten. Ihr versucht zu schwimmen und ertrinkt. Im nächsten Leben versucht ihr es mit einem Baumstamm, aber der treibt ab auf einen Wasserfall. Und im nächsten Leben entschließt ihr euch, so lange zu suchen, bis ihr eine Brücke gefunden habt, aber der Fluss wird immer breiter und nicht schmaler. Irgendwann lernt ihr, ein Boot zu bauen und mit diesem Boot einen breiten Fluss, auch einen schnell fließenden Fluss zu überqueren, ... und ihr seid wieder eurem Ziel ein Stückchen näher gekommen. Und wann immer wieder ein breiter Fluss auf eurem Weg auftaucht, wisst ihr, ich brauche es mit Schwimmen und mit einem Baumstamm gar nicht versuchen, ich fange gleich an, ein Boot zu bauen. Das ist der Weg des Aufstiegs. Das ist der Weg der Evolution. Das bedeutet es, zu lernen. Das bedeutet es, Wissen zu integrieren. Ihr habt so lange geübt. Ihr habt das Wissen integriert. Ihr kommt an einen Fluss und wisst sofort auf Anhieb, er ist zu breit, zu schnell, zu tückisch zum Schwimmen, ich brauche ein Boot. Ihr müsst euch nicht erst lange hinsetzen und meditieren. Ihr müsst nicht erst lange nachdenken. Ihr müsst nicht erst lange irgendwen suchen, den ihr um Rat fragen könnt. Ihr kommt an den Fluss, schaut auf das andere Ufer und wisst, ich brauche ein Boot. DAS ist gelebtes Wissen.
 
Viele von euch, die diese Texte zu lesen bekommen, sind selber als Heiler tätig. Sie haben gelernt, die Hände aufzulegen, bestimmte Essenzen anzuwenden. Sie haben gelernt zu räuchern, mit bestimmten Pflanzen Zwecke zu erreichen, egal ob als Tee, als Tinktur oder als Saft. Ihr habt gelernt, Akupunktur-Nadeln zu setzen oder möglicherweise als Chirurg ein Skalpell zu führen. All das habt ihr gelernt. All das habt ihr geübt. Und jedem von euch, der etwas übt, ist auf diesem Weg des Lernens, des Übens die eine oder andere Übung nicht gleich auf Anhieb gelungen – sonst hieße es ja nicht „üben“, sonst hieße es ja gleich „können“.
Also schaut euch um in eurer Umwelt. Schaut euch um, was Mutter Erde euch anbietet an Lernstoffen, und vor allen Dingen an Lehrstoff. Lernt zu verstehen, welche Zeichen euch als sichtbares Symbol dafür dienen, etwas zu erkennen. Erkennt, dass das mühsame Erlernen eines Brot-Streichens nichts anderes ist als das mühsame Erlernen „nicht bei jeder Kleinigkeit in den Jähzorn zu kippen“. Das mühsame Lernen des Fahrradfahrens, des Gerade-aus-Fahrens mit dem Fahrrad, des Berücksichtigens wie das Fahrrad sich verhält, wenn es Schnee hat, Glatteis, Laub auf der Straße ist, wie es sich fährt, wenn es nass geregnet ist. All diese Dinge lernt ihr durch Erfahrungswerte. Und all diese Dinge sind nichts anderes wie euch zu zeigen, auf eurem Weg von Hamburg zum Mount Everest wird es regnen. Und wenn es dann gerade nass ist, ist es um ein Ungleiches unangenehmer, seinen Weg fortzusetzen, als bei trockenem kühlem Wetter. Es wird die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennen und ihr werdet merken, wie es ist, in Trockenheit seinen Weg zurück zu legen, zu schwitzen, vor Hitze zu glauben man kriegt keine Luft. Und doch kommt ihr eines Tages an der Spitze an. So geht es euch auf eurem Weg der Evolution, auf eurem Weg des spirituellen Aufstiegs auch. Mal regnet es und stürmt es, zwischendurch gibt es einen Orkan. Aber wenn der Orkan vorbei ist, ist plötzlich alles wieder ganz friedlich. Es tun sich neue Horizonte auf. Es eröffnen sich neue Blickwinkel. Und dort wo das Unwetter in der Natur Verwüstung angerichtet hat, sprießt nach kurzer Zeit wieder neues Leben. Schaut in den Wald nach einem Waldbrand. Eine Zeitlang ist nur noch verkohltes Holz da. Aber plötzlich kommen überall kleine grüne Blätter hervor und innerhalb kurzer Zeit erweist sich die Asche als Dünger und das Leben erwacht neu. Und in fünfzig oder einhundert Jahren findet ihr keine Spuren mehr von dem Waldbrand, sondern nur einen komplett verjüngten Wald mit gesunden Pflanzen.
 
Also, warum fürchtet ihr euch vor einem Gewitter oder Sturm in eurem Leben, wenn euch die Natur zeigt, hinterher ist es ganz friedlich und Neues kann beginnen. Warum seid ihr ungeduldig mit euch selber, wenn es darum geht, bestimmte Dinge zu lernen? Warum schaut ihr immer mit einem bisschen neidischen Blick auf Menschen, die irgendetwas schon können, was ihr gerade übt? Seid geduldig mit euch selber. Seid liebevoll, nicht nur mit anderen Menschen, sondern seid liebevoll mit euch! Erkennt, dass auch die wichtigen Dinge, die ihr glaubt schon perfekt zu beherrschen, immer wieder noch ein bisschen verfeinert werden können, immer noch und immer wieder eurer Aufmerksamkeit bedürfen. Erkennt, dass es immer wieder passieren kann, dass irgendwo versteckt ein Schlagloch auf eurem Weg zur Bergspitze liegt, was blöderweise gerade durch ein bisschen Laub verdeckt ist.
Es wird euch passieren, dass ihr auf diesem Weg stolpert, dass ihr hinfallt, euch das Knie oder die Nase blutig schlagt, aber dann steht auf und geht weiter und erkennt, dass dieses nicht ein furchtbarer Rückschlag war, der euch signalisiert ihr seid vollkommen unfähig euch zu bewegen und ihr seid überhaupt nicht in der Lage zu gehen und es ist euch schon gar nicht möglich, irgendwann die Spitze des Mount Everest zu erreichen. Nein. Da lag eine Bananenschale, die ihr nicht gesehen habt und ihr seid ausgerutscht und hingefallen. Nein. Ihr erreicht die Spitze des Berges eines Tages. Keine Frage. Weil ihr jetzt einfach besser aufpasst auf die Bananenschale oder auf Schlaglöcher, die durch Laub verdeckt sind. Wer jemals im Winter spazieren gegangen ist und unter dem frischen Schnee nicht
gesehen hat, dass unter einer hauchdünnen Eisschicht, die unter dem Schnee lag, sich eine tiefe Pfütze verbirgt, der weiß wie man sich schlagartig ganz furchtbar erschrecken kann. Aber diese Pfütze nicht gesehen zu haben, in dieses Eisloch eingebrochen zu sein, bedeutet doch nicht, nachher nicht wieder nach Hause zu kommen, sich an den warmen Ofen zu setzen mit einem schönen warmen Getränk und möglicherweise mit einem Stück Kuchen. Wer beim Winterspaziergang ausgerutscht ist und patschnass geworden ist im feuchten Schnee und Matsch, oder wer durch einen eiskalten Regenguss erwischt worden ist, geht nach Hause, trocknet sich ab, nimmt ein warmes Bad oder eine heiße Dusche und kann eine halbe Stunde nach dem Bad oder der Dusche furchtbar über dieses „Unglück“ lachen, weil er so „dumm“ war, ohne Regenschirm oder Regenkleidung aus dem Haus zu gehen, obwohl doch schon einige Wolken am Himmel waren.
Versteht einfach, ihr geliebten Menschen, der Weg des Aufstiegs ist genauso holprig wie der Weg in eurem jetzigen Leben.
 
Und glaubt ja nicht, wenn ihr auf irgendwelche Nachbarn schaut und denkt, da läuft doch alles glatt, die Kinder sind klasse in der Schule, alle sind wohlerzogen, die haben keine Probleme, genügend Geld, alles in Butter, dass diese Menschen nicht auch ihre Lernfelder hätten. Und ich sage euch immer wieder: So wie oben, so unten ... so wie innen, so außen … heißt nichts anderes.
Diese Menschen, die vordergründig für euch ersichtlich ein vollkommen problemloses und glückliches und einfaches Leben haben, haben Probleme mit denen sie zu kämpfen haben, die ihr nicht erkennt. Und genauso ist es mit spirituellen Lehrern oder spirituellen Freunden oder irgendwelchen Menschen, die ihr bewundert – weil sie so tolle Bücher schreiben, wo sie so erfolgreich sind, ... weil sie bei ihren Seminaren immer ausgebuchte Säle haben mit fünfhundert Zuhörern, die auch noch Eintritt zahlen. Auch diese Menschen haben ihre Lernfelder. Auch diese Menschen haben ihre Schwierigkeiten. Auch diese Menschen haben ihre Probleme, an denen sie arbeiten.
 
Schaut einmal hin, wo euch der Neid packt. Schaut einmal hin, wo euch die Eifersucht packt. Schaut einmal hin, wo ihr euch nicht selber liebt, wo ihr mit euch selber hart zu Gericht geht, anstatt euch liebevoll selber in den Arm zu nehmen und euch die Zeit zuzugestehen, zu lernen. Euch die Zeit zuzugestehen, den Fußweg von Hamburg zum Mount Everest in EURER Geschwindigkeit zu gehen. Es zwingt euch keiner zu rennen oder zu laufen, zu joggen oder was auch immer. Geht in eurer Geschwindigkeit. Denn wer rennt, übersieht sehr viel. Wer nur hastet, verliert den Blick für das, was links und rechts vom Weg ist. Also gebt euch die Zeit, die ihr braucht. Geht in eurer Geschwindigkeit, aber erkennt auch, dass dieses Gehen in Eurer Geschwindigkeit keine Ausrede dafür sein darf, sich nicht zu entscheiden.
Lernen bedeutet immer: Ich treffe eine Entscheidung. Ich gehe in die Aktivität. Und sehe mir dann das Ergebnis an. Wer nicht entscheidet, kann nicht nach dieser Entscheidung in eine Aktivität gehen. Und ohne Entscheidung und Aktivität gibt es nachher kein Ergebnis, was ich mir anschauen kann. Wer also glaubt, sich in seinen Sessel zu setzen, Bücher zu lesen oder wichtige, ganz tolle lehrreiche Filme anzuschauen und damit den Weg seiner Evolution zu beschreiten, der irrt. Diese Bücher, diese Filme sind Ideengeber, sind Hinweise, sind Lehrmaterial, aber Lernen bedeutet: Ich gehe in die Aktion. Ich mache es jetzt. Kochbücher zu lesen heißt noch lange nicht, kochen zu können und schon gar nicht, zu wissen, wie das als Gericht im Kochbuch beschriebene Essen dann tatsächlich schmeckt. Ihr könnt das Kochbuch lesen, ihr könnt das Rezept auswendig lernen, aber ihr müsst euch dann hinstellen und es nachkochen. Und wenn ihr dann einen Löffel probiert habt, dann wisst ihr wie es schmeckt. Vom Lesen des Rezeptes allein wisst ihr gar nichts.
 
Gott zum Gruße meine Liebe, Gott zum Gruße. Ich wünsche euch eine lehrreiche Zeit des Experimentierens, des Probierens, und wünsche euch die Kraft, mit euch selber liebevoll umzugehen.
Seid gesegnet.  
Metatron
 
Mit herzlichem Gruß und in Liebe für Euch
 
Birgit Maria Niedner & Peter Niedner

  

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